Schüler erstellen genetischen Fingerabdruck



Nach 35 Jahren wird ein US-Amerikaner aus der Haft entlassen, weil endlich bewiesen wird, dass er unschuldig ist. Mit diesem Aufsehen erregenden Fall aus dem Jahr 2009 stimmte Dr. Franz-Josef Scharfenberg von der Universität Bayreuth 30 Schülerinnen und Schüler aus der Q11, begleitet von Gerhard Spörlein, Anfang März 2016 auf ihren Praktikumstag am Demonstrationslabor Bio-/Gentechnik ein. Entlastet wurde der Mann damals durch einen DNA-Test, der zur Zeit der Verhaftung noch nicht verfügbar war.

Ein solcher kriminologisch eingesetzter DNA-Test besteht im Vergleich des so genannten genetischen Fingerabdrucks einer verdächtigen oder beschuldigten Person mit dem aus DNA-Spuren am Opfer oder am Tatort.

Wie man einen genetischen Fingerabdruck erstellt, lernten die Schülerinnen und Schüler in dem Labor in Bayreuth in der Praxis, intensiv betreut von vier Lehramtsstudent(inn)en. Von der Aufbereitung der DNA anonymer Spender über die Vervielfältigung bestimmter Abschnitte aus dieser DNA mittels Polymerase-Kettenreaktion bis zur Gelelektrophorese, die letztlich die Unterscheidung der DNA verschiedener Personen möglich macht, wurden alle Arbeitsschritte selbst durchgeführt. Dr. Scharfenberg bestätigte den jungen „Forensikern“, dass sie exzellent gearbeitet haben. Auch bei der Isolierung eigener DNA aus Mundschleimhautzellen erwiesen sich viele Teilnehmer als geschickt im Umgang mit den biochemischen Methoden. Die meisten von ihnen werden wahrscheinlich nicht noch einmal in ihrem Leben ihre eigene DNA in der UV-Strahlung leuchten sehen!

gs