Unglaubliches auf der Bühne


Hier galt die alte Redewendung "Wenn es nicht wahr ist, dann ist es zumindest gut erfunden." Der Wiener Schriftsteller, Übersetzer, Kolumnist und Kritiker Michael Stavaric trug den Schülerinnen und Schülern unserer Oberstufe Auszüge aus seinem Buch "Europa. Eine Litanei" vor. Wobei Vortrag nicht ganz der passende Begriff ist, denn der Gast befand sich die ganze Veranstaltung im lockeren Gespräch mit seinem Publikum, hielt Rückfrage und bat um Einschätzungen zu den Ereignissen und Meldungen, die er vorgetragen hatte. Denn das ist Stavaric' pfiffiger Trick: Ein Teil der Texte ist original, ein Teil vom Autor erfunden.

Die Schülerinnen und Schüler hatten ihre Freude daran, herauszufinden, welche der gebotenen Absurditäten real und welche fiktiv waren. Geblieben ist das Kopfschütteln über einseitige, realitätsferne und vollkommen unverständliche Gesetze, Regelungen und Vorgänge. Und damit wird Stavaric' Absicht deutlich: Durch die Beschreibung des Wahnwitzigen in Europa werden die Zuhörer zum Nachdenken animiert.
Der Besuch des vielfach ausgezeichneten Schriftstellers, Autor auch zahlreicher Kinderbücher, konnte wiederum durch die Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft von Prof. Dr. Andrea Bartl organisiert werden.

jas