„All’s Well That Ends Well“

Festakt zum Ende der Erweiterungs- und Umbauarbeiten













Ein großes, umfangreiches und insgesamt langwieriges Unternehmen ist vollendet: Die Erweiterung und Modernisierung des Clavius-Gymnasiums ist nach schier unendlichen Planungen, öffentlichen Diskussionen und schließlich perfekt eingehaltenem Bauplan geschafft. Grund genug, alle am Bau Beteiligten zu einem Festakt zu versammeln und das Ereignis in unserer neuen Aula zu feiern.

Die Begrüßung unternahm die stellvertretende Schulleiterin Christine Eberwein. Die Reihe der Anwesenden war prominent: Staatsministerin Melanie Huml, Landrat Johann Kalb, Oberbürgermeister Andreas Starke, Bürgermeister Dr. Christian Lange, Bundestagsabgeordneter Andreas Schwarz, Vertreter des Kultusministeriums, der Stadt Bamberg und der am Bau beteiligten Firmen.

Landrat Johann Kalb zeichnete in seinem Grußwort als Vorsitzender des Zweckverbandes die Baugeschichte nach und wies auf die mehr als 32 Millionen Euro Baukosten als „Unterstützung der Schüler“ und der Schullandschaft in Bamberg hin.

Staatsministerin Melanie Huml hob in ihrer Festrede den „besonderen Geist der Schule“ hervor, dass es möglich war, solch widrige Umstände durch die Baumaßnahmen zu bewältigen und dann auch noch Zuwachs zu erhalten. Sie verfolgte nochmals den politischen Werdegang der Erweiterung und Renovierung seit den Zeiten der Schulleiter Johann Werner, Rudi Schmitt, Dr. Herbert Michel und nun Wolfgang Funk. Sie gab ihrer Bewunderung Ausdruck, dass nun acht Eingangsklassen gebildet werden konnten und die Schülerzahl bei 1240 Schülerinnen und Schülern liegt. Sie verwies davon ausgehend auf das neue G9, neue Förderangebote, zusätzliche Lernzeit zur Vertiefung und die Reduzierung des Nachmittagsunterrichtes.

Architekt Hubert Brennauer bekannte, dass ihm das CG-Ensemble mittlerweile ans Herz gewachsen sei und man mit Wehmut weiterziehe. Die Arbeiten seien teilweise schon eine „sportliche Leistung“ gewesen. Der ursprüngliche Rahmenterminplan sei eingehalten worden und das bei einem Unterfangen, an dem 180 Firmen und 25 Ingenieurbüros beteiligt waren.

Die Schülersprecherinnen Christina Wotschel und Eva Wohler betrachteten die neue Schule und ihre Vorteile aus ganz alltäglicher Sicht: neue Klassenzimmer, neue Aula, neue Turnhalle im Haus, eine Mensa und ein trockener Rundgang zu und durch alle Gebäudeteile. Das alles bringe eine Stärkung der Schulgemeinschaft.

In diese Kerbe schlug auch StD Marc Hupfer als Vertreter des Personalrates: Das „Ende der Wanderschaft“ sei erreicht: kein Hasten über den Schulhof bei Wind und Wetter, keine Fußmärsche zu Containern am Stadtarchiv und ins Aufseß – und natürlich das Ende der jahrzehntelangen Auslagerung der 6. Klassen in die Domschule.

Christine Zahner blickte als Vertreterin des Elternbeirates auf ihren ersten Besuch in der alten CG-Turnhalle zurück und hielt die heutige Situation dagegen. Dies erfülle sie mit großer Dankbarkeit.

Die Dankesworte des Schulleiters streiften die „Irrungen und Wirrungen“, die mit diesem Umbau und der Erweiterung verbunden waren, die vielen Fahrten nach Bayreuth und nach München, dies alles hätte durchaus Ähnlichkeiten mit einem Shakespeare-Drama gehabt. Bei allen Höhen und Tiefen, Freude und Ärger sei nun ein „happy endig“ erreicht: „All’s Well That Ends Well“. Und so dankte er allen am Bau Beteiligten für die vorzügliche „Inszenierung“ dieses Stückes. Als sichtbaren Ausdruck dafür verteilte er kleine Schultütchen, die einen Datenstick enthielten, auf denen eine Präsentation des CG-Bautagebuches zur Erinnerung an gut vier Jahre Baugeschichte gespeichert sind. So überreichte er diese auch an StD Norbert Winkler und StD Werner Heikenwälder, die intensiv mit dem Baugeschehen befasst waren, weiter auch an die Damen des Sekretariates und an den Hausverwalter Heiko Frankenstein, die heftig vom Hin und Her in Anspruch genommen waren. Stellvertretend erhielten auch der Personalrat und die Schülersprecherinnen, die Vertreter der städtischen Ämter und die vor Ort verantwortlichen Bauleiter das Erinnerungstütchen.

Zum Abschluss des Festaktes erteilten Anton Heinz, Pfarrer von St. Martin, und Renate Tallon dem Gebäude den kirchlichen Segen.

jas