China-Impressionen

Mitte Oktober machten sich 28 Schüler und zwei Lehrkräfte auf zu ihrem Abenteuer China.

Nach 10 Stunden Flug mit zahlreichen Turbulenzen in der Luft erreichten wir Shanghai, den Ausganspunkt unseres Aufenthalts. Das Begrüßungskomitee der Xiangshan-High School erwartete uns bereits, um uns mit Herzlichkeit und großen Frühstückspaketen zu empfangen.

Hatten wir uns zuhause noch über die Unnahbarkeit der Chinesen und den Umgang damit belehren lassen, so wurden wir täglich eines Besseren belehrt. Grenzenlose Gastfreundschaft und eine unbeschreibliche Wärme und Herzlichkeit begleiteten uns auf unserem Bildungs- und Abenteuertrip durch einen kleinen Teil des Reiches der Mitte.

Andere Länder andere Sitten gilt dennoch, wenn man allein die Essensgewohnheiten und die damit verbundenen Geräusche betrachtet, die Disziplin der Schüler im Alltag erlebt,  die unterschiedlichen Sanitäreinrichtungen nutzt oder das Leben in den Familien erlebt, die nur selten zusammen sind, da das Berufsleben viele Trennungen verlangt und überwiegend staatskonform durch die „Einkindfamilie“ geprägt ist.

Eine zweite große Überraschung war die Sauberkeit in den Städten, die tagein tagaus von unzähligen Männern und Frauen mittels Handbesen und anderer Utensilien  bewerkstelligt wird. Kein Papier oder anderer Unrat liegt auf den Gehwegen, kein Graffiti  verschandelt die Wände, keine überlaufenden Müllbehälter oder illegalen Müllhalden beeinträchtigen den guten Eindruck.

Hatten wir uns auf Smog und andere katastrophalen Verhältnisse vorbereitet, so überraschte uns der Chinesische Himmel  14 Tage lang mit strahlendem Blau und zeigte uns erst am letzten Tag in Peking, was Smog in einer Stadt mit Kessellage bedeutet. Viele Grünanlagen, Alleen und Fahrverbote können der zunehmenden Umweltverschmutzung durch den immensen Verkehr und die aufstrebende Industrie nur wenig entgegen setzen.

Als Deutscher unterwegs in China wird man sehr freundlich aufgenommen und immer  auf die Segnungen der deutschen Industrie angesprochen, die vor allem so wunderbare Autos hervorbringt, die in China ein Symbol des Wohlstands darstellen und in ungeahnten Zahlen auf den Straßen unterwegs sind.

Überraschend auch die Architektur kühner Wolkenkratzer, überdimensionaler Verkehrssysteme und gigantischer Einkaufszentren mit echten oder „gefakten“ Waren.

Kaum zu glauben, dass man sich in einem sozialistischen Land befindet, wenn man die modebewussten Chinesen betrachtet, die sich mit denselben Konsumgütern eindecken wie wir und trotz ihrer Masse große Individualität beweisen. Man kann sich frei  bewegen und fühlt sich sicher, ohne durch übermäßige Polizei- oder Militärpräsenz beeinträchtigt zu werden.

Bei aller Moderne und Verwestlichung gibt es doch auch noch das traditionelle China zu bestaunen, mit seinen  fremdartigen Palästen, spielerischen Gartenanlagen, der Kunst der Kalligrafie, dem Singsang der chinesischen Oper oder  der  beeindruckenden Größe der Chinesischen Mauer.

Wir haben unseren Aufenthalt in China sehr genossen, manche Vorurteile abgebaut , Freundschaften geknüpft und gefestigt, viele Informationen erhalten und den Heimweg angetreten im Bewusstsein, unvergleichliche 14 Tage erlebt zu haben.

 awBe