Schüleraustausch mit Girona: Unser Gegenbesuch in Spanien

Nach nur knapp zweistündigem Flug von Nürnberg nach Barcelona wurden wir am Flughafen  abgeholt und mit dem Bus nach Girona gefahren, wo auch schon, gut gelaunt wie immer, unsere katalanischen Freunde warteten.

Wie die übrigen Abende auch, verbrachten wir gleich den ersten Abend in den Gastfamilien bzw. mit den Austauschpartner und deren Freunden.

Gleich am nächsten Morgen ging es dann bei strahlendem Sonnenschein nach Figueres ins Teatro-Museo von Salvador Dalí, eines der am häufigsten besuchten Sehenswürdigkeiten Spaniens. Im Anschluss fuhren wir in den an der Costa Brava gelegenen, malerischen weißen Ort Cadaqués, wo Dalí seine Kindheit verbrachte. Dort lockten ein Strand, das türkisblaue aber doch noch sehr kalte Meer, Cafés und wunderschöne Photomotive.

Auch an den folgenden Tagen wurde uns viel geboten: Auf dem Programm standen zwei Ausflüge nach Barcelona, wo wir einmal das Zentrum mit der Rambla, dem Barrio Gótico, dem Mercado de la Boquería und den Hafen besuchten. Der andere Tag war voll und ganz dem katalanischen Architekten Gaudí und dessen sich immer noch im Bau befindlichen Kirche Sagrada Familia sowie seinem einzigartigen Parque Güell gewidmet – katalanischer Modernismus pur.

Selbstverständlich gab es an einem Tag auch eine Stadtführung durch die verwinkelten Gässchen des mittelalterlichen Girona und eine Besichtigung der Kathedrale Santa Maria, die mit fast 23 Metern das breiteste gotische Kirchenschiff der Welt besitzt und außerdem einen Wandteppich aus dem 11. Jahrhundert beherbergt. Höhepunkt des Besuchs der Kathedrale von Girona war jedoch die Besteigung des Glockenturms, in dessen Genuss man als normaler Tourist wohl eher nicht kommt.  Der Weg zurück zur Partnerschule  Institut Jaume Vicens Vives, wo uns die Schulleitung mit belegten Broten und Getränken empfing, führte auf der Stadtmauer entlang über die Dächer Gironas.

Nach vier beeindruckenden Tagen voller Kultur, verbrachten wir das Wochenende in den Gastfamilien, wo jeder seine ganz individuellen Erfahrungen und Erlebnisse machen konnte.

Am Montagmorgen traten wir dann die Heimreise an, was nicht ganz ohne Tränen verlief.

 

Kleine landeskundliche Ergänzung:

Der 23. April ist ein ganz besonderer Tag in Katalonien: El día de Sant Jordi, des Schutzpatrons von Katalonien. Man schenkt den Damen und Mädchen ein Rose, die männliche Bevölkerung erhält ein Buch. Überall in den Dörfern und Städten sind Stände mit Rosen und Büchern aufgebaut.

ar