Prof. Hans Zollner, Ordensbruder unseres Namenspatrons Christophorus Clavius, der am Institut für Psychologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana der Jesuiten in Rom lehrt, hatte sich grundlegende Gedanken gemacht. Im Januar 2009 referierte Prof. Zollner im Rahmen des Festprogramms unseres Jubiläumsjahres in unserer Aula.
Er beleuchtete kritisch die gesellschaftliche Situation in unserem Land und auch die Problematik der Frage, wie es heutzutage überhaupt möglich ist, gesicherte Erkenntnisse zu erlangen. Auch die Vielzahl der Meinungen und Ansichten, oft genug bestimmt vom Zeitgeist, wurde angesprochen. Zentraler Punkt war natürlich die Aufgabe von Gesellschaft, Schule und Elternhaus: die Persönlichkeitsbildung unserer Schülerinnen und Schüler. Beziehungen und Beziehungen schaffen war hier der wichtige Aspekt. Das Vorbild von Eltern und Lehrern und der Wille, auch wirklich umzusetzen, was uns von Wert ist, sind hier gefragt. "Die andere Person annehmen in dem, was sie hat und was ihr fehlt, sie sehen lernen und ihr zeigen, sich selbst zu sehen, dass sie Ebenbild Gottes ist und dass dies der unzerstörbare Grund ihrer Würde ist. Schule dient daher nicht nur der schieren Wissensvermittlung, sondern dieser fundamentalen Wertorientierung, der Einladung zur virtus als Fähigkeit, in Beziehung treten zu können, sich zu reflektieren, wachsen zu wollen und mit anderen zusammen leben zu lernen."