Wallebene Clavius

Einer der größten Krater auf dem Mond wurde nach unserem Namenspatron Christophorus Clavius benannt.

Aus der Sicht eines Erdbeobachters erscheint die Kraterstruktur dieser Wallebene perspektivisch verzerrt, obwohl sie nahezu kreisförmig ist und einen Durchmesser von rund 240 Kilometern aufweist. Die Höhe der Wände dieses Riesenkraters, die sogenannte Wallhöhe, wird mit etwa 5700 Metern gegenüber dem Kraterboden angegeben.

Im Kraterboden liegen eine Vielzahl kleinerer Krater. Vier davon, die in der Größe zunehmen, bilden einen markanten Bogen, der am Rand der Wallebene durch einen noch größeren Krater namens Rutherfurd fortgesetzt ist. Ihm gegenüber liegt, ebenfalls auf dem Rand, der Krater Porter von gleichem Ausmaß.

Etwa zwei Tage nach dem zunehmenden Halbmond wird die Wallebene Clavius vom Sonnenlicht unter einem flachen Winkel streifend beleuchtet, so dass sie aufgrund der langen Schatten besonders plastisch erscheint. Dieses Foto wurde als Einzelbild bei derartigen Beleuchtungsverhältnissen am 13. Mai 2011 gegen 23 Uhr MESZ mit einem Teleskop auf der Sternwarte Feuerstein aufgenommen, wobei die Brennweite des optischen Systems bei 8 Metern lag.

 Klaus Völkel (Text und Bild)