Die Buchgeburt

Am 2. Februar 2007 fand anlässlich der Eröffnung der neuen Mediothek am CG eine Lesung mit dem Bamberger Autor Rolf-Bernhard Essig statt, zu der Schülerinnen und Schüler der achten bis zehnten Klassen eingeladen waren.
OStD Dr. Herbert Michel begrüßte Herrn Dr. Essig, dankte ihm herzlich, dass er der Einladung gefolgt war und wies die anwesenden Schüler noch einmal darauf hin, die renovierte und neu gestaltete Mediothek und ihr Angebot an Büchern, CDs, DVDs und anderen Medien fleißig zu nutzen. Daraufhin übergab er das Wort an Frau Dr. Ina Brendel- Perpina, die den Autor ebenfalls willkommen hieß und eine kurze Einführung zu dessen Vortrag gab. 
Dr. Rolf- Bernhard Essig, vorgestellt von Benedikt Bente, KS 12, wurde 1963 in Hamburg geboren, wuchs im fränkischen Kulmbach auf und studierte an der Bamberger Otto- Friedrich Universität. Verschiedene wissenschaftliche Arbeiten und vielfältige Buchprojekte, aber auch die Mitarbeit an Opern und Drehbüchern zählen zu Dr. Essigs Werken, welcher nicht nur in Bamberg, Samara und Togliatti an den dortigen Universitäten lehrt, sondern auch an anderen international anerkannten Institutionen Vorträge hält und für große Tageszeitungen wie die Süddeutsche Zeitung oder die Wiener Zeitung regelmäßig Rezensionen verfasst.  Zusammen mit seiner Frau Gudrun Schury wurde er für seine Hörbücher „Ansbach zu Ohren“ und „Franz im Glück oder die Landshuter Hochzeit 1475“ zweimal mit dem Sonderpreis der Bayerischen Landesanstalt für neue Medien ausgezeichnet.
Die Lesung, die Herr Essig am CG hielt, war jedoch keine typische Autorenlesung. Ausführlich, spannend und mit Hilfe vieler Medien versuchte er den Schülerinnen und Schülern die Arbeitsweise verschiedenster Autoren nahe zu bringen. An Beispielen wie Karl May, Paul Maar und anderen, den Jugendlichen wohl bekannten Schriftstellern zeigte er, wie vielseitig die Arbeit eines Schriftstellers ist und welch außerordentliche Planung zur Erstellung eines Buches notwendig ist. Stammbäume, Handlungsverläufe und die Charaktere seien wohl die Dinge, welche der Autor genau geplant haben müsse, bevor er überhaupt mit dem Hauptwerk beginne, so Dr. Essig. Diese Thematik behandelt der Autor auch in seinem neuen Sachbuch für Jugendliche, welches er den Zuhörern ebenfalls kurz vorstellte. Es trägt den Titel: „Schreiberlust und Dichterfrust. Kleine Gewohnheiten und große Geheimnisse der Schriftsteller“.
Am Ende der Lesung bedankte sich Herr Dr. Essig für die Aufmerksamkeit und erntete großen Applaus. Der spannende und äußerst interessante Vortrag hatte bei den Schülern hohe Aufmerksamkeit und vielleicht sogar die Lust geweckt, mal wir ein Buch in die Hand zu nehmen. Dr. Essig ging sogar noch einen Schritt weiter: „Schriftsteller kann jeder werden. Es gibt keine Regeln und keine Tabus. Versucht euch selbst und seht, wie es euch ergeht.“