Louise Welsh

Louise Welsh wurde 1965 in London geboren und lebt in Glasgow. Unsere Gruppe durfte mit der schottischen Schriftstellerin einen Vormittag verbringen. Sie erzählte uns über die Entstehung ihres ersten Buches, die „Dunkelkammer“, und, dass sie Glück hatte, denn gleich der erste Verlag, dem sie ihr Buch geschickt hatte, wollte sie haben und ihre Bücher veröffentlichen.      Von der Villa Concordia ist Mrs. Welsh total begeistert, denn sie hat die Möglichkeit mit vielen anderen Autoren und Künstlern die Zeit zu verbringen oder sich weiterzubilden. Ihre Einladung für die Villa Concordia bekam sie per E- Mail und war erstmal sehr aufgeregt, weil sie nicht wirklich wusste, was sie als Bewerbung schicken sollte, als man ihr dann sagte, dass sie einfach alles, was sie hat schicken soll, schickte sie ein Paket für 12 Pfund (= 18 €), wobei sie im nachhinein erfuhr, dass das viel zu viel war.

Angefangen mit dem Schreiben hat sie schon in jungen Jahren, wobei sie da noch hauptsächlich Gedichte schrieb. Eine Pause vom Schreiben legte sie ein, als sie 17 Jahre alt war, der Grund dafür war, wie sie selber sagte, dass sie in dem Alter einfach Besseres zu tun hatte. Doch als sie mit dem Studium anfing, begann sie auch wieder mit dem Schreiben.

Ihr berühmtestes Buch ist ,, Dunkelkammer“ (Originaltitel: ,, Cutting Room“), das in ca. 20 Sprachen übersetzt wurde. Nach ihrer eigenen Aussage geht es in ihren Büchern meist um Sex und Gewalt, wobei sie lachte, als sie das sagte, weil sie uns nicht sagen konnte warum ihre Bücher meistens das Thema haben.

Louise Welsh fängt, im Gegensatz zu anderen Autoren, immer auf Seite eins eines Buches an und schreibt eine Seite nach der andere. Obwohl sie das Ende zwar schon weiß, würde sie es verwirren, wenn sie das Buch durcheinander schreiben würde. Genauso schreibt sie immer nur an einem Buch. Louise Welsh braucht ungefähr ein Jahr für ein Buch, wobei dann noch ungefähr ein halbes Jahr zum Editieren folgt, der Autor hat zum Schluss aber immer das letzte Wort.

Die Vorbereitung zu ihren Büchern trifft sie meistens, indem sie viel liest und in die Städte reist, in denen das Buch spielt. Sie selber bezeichnet ihre Arbeit als toll, weil sie ihre Zeit selber managen kann. Von Bamberg ist sie absolut begeistert. Aus ihrem Wohnungszimmer hat sie eine fantastische Aussicht auf Bamberg, wie sie selber sagt. Auch findet sie das Wetter ebenso toll wie die Architektur in Bamberg.

Zum Schluss haben wir sie noch gefragt, wie weit sie Mitspracherecht bei der Übersetzung ihrer Bücher hat. Sie antwortete, dass sie bei der deutschen Übersetzung sehr viel Kontakt mit dem Übersetzer hat, und somit viel mitbestimmen konnte. Aber bei der japanischen Übersetzung war es ganz anders, da hatte sie keinen Kontakt mit dem Übersetzer und hat auch nie was von ihm gehört.

Als wir uns von ihr verabschiedeten, fragte sie uns noch welcher der beste Bierkeller in Bamberg ist, weil sie total begeistert von den Bamberger Kellern ist. Auf jeden Fall sind wir uns einig, dass dies ein echt toller Vormittag war und wir uns über diese Möglichkeit sehr gefreut haben.

Werke von Louise Welsh:

-         The Cutting Room ( Die Dunkelkammer)

-         The Bullet Trick ( Der Kugeltrick)

-         Tamburlaine must die ( Tamburlaine muss sterben)

 

Joana Streffing, Maximilian Metzner, Stephan Vogel