Marion Poschmann

Sie wurde am 15. Dezember 1969 in Essen geboren. Schon als kleines Mädchen hatte sie den Wunsch Schriftstellerin zu werden. Während ihres Studiums (Germanistik, Philosophie, Slawistik) in Bonn und Berlin verfasste sie ihre ersten Gedichte. Ihren ersten Roman schrieb sie dann nach ihrem Studium. Ihre Eltern waren gegen eine Karriere als Schriftstellerin. Durch das Schreiben allein kann man seine Existenz anfangs noch nicht sichern, deswegen musste sie durch kleinere Teilzeitjobs ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Bevor sie sich voll der Schriftstellerei widmete, arbeitete sie sechs Jahre lang im deutsch-polnischen Grenzgebiet als Lehrerin für das Projekt Spotkanie, welches die Völkerverständigung zum Ziel hatte.

Marion Poschmann liest sehr viel – vor allem lange Romane ihrer Lieblingsautoren Claude Simon, Robert Musil und Günther Grass -, denkt viel nach und baut ihre Bücher nach Farbvorstellungen auf. So hat ihr neues Werk das Thema Blau. Die Farben wecken Assoziationen, aus denen beispielsweise Figuren entstehen; das Werk entwickelt sich beim Schreiben. Um Orte, von denen ihre Romane handeln, besser kennen zulernen würde sie auch das jeweilige Land besuchen. Ihre Bücher sind nicht auf Bestsellerlisten zu finden, da die Handlung nicht spannend wie die eines Thrillers ist, sondern beispielsweise die Weltwahrnehmung zweier Personen darstellt, oder Naturmotive; ein lyrisches Subjekt zur Außenwelt. Marion Poschmann arbeitet zurzeit an einem neuen Gedichtband und an einem kürzeren Prosatext. Mittlerweile kann sie vom Schreiben leben, hinzu kommen Literaturpreise und Stipendien. Sie könnte sich auch vorstellen, irgendwann einmal mit dem Schreiben aufzuhören und etwas Neues auszuprobieren, da man ja durch das Schreiben abgeschottet lebt.

Zum Thema Autor als Wunschberuf meint sie, dass es natürlich mit einer existenziellen Unsicherheit verbunden ist. Man soll auf seine innere Stimme hören und sich von ihr leiten lassen.

Bamberg empfindet sie als einen ruhigen, idyllischen und meditativen Ort; einen Gegensatz zu ihrer derzeitigen Heimat Berlin. Die Bamberger findet sie netter als die Berliner, die ja vor allem für ihre Kaltschnäuzigkeit bekannt sind. Der Alltag in Berlin ist anstrengender. Sie interessiert sich für bildende Kunst und lässt sich durchaus von ihr inspirieren. So bekommt sie gerade in Künstlerhäusern wie der Villa Concordia, in denen man mit den verschiedensten Künstlern zusammenlebt auch gerne mal Lust sich selber an kleineren Zeichnungen zu versuchen.

    

 

Ihre Werke sind:

 

2002 Baden bei Gewitter 

2002 Verschlossene Kammern (Gedichte)

2004 Grund zu Schafen (Gedichte)

2005 Schwarzweißroman 

 

Außerdem schreibt sie Gedichte für Zeitungen und Zeitschriften