Eva Sindichakis

Ihre Eltern sind Griechen, sie ist jedoch in München geboren. Mit neun Jahren hat sie das Klavierspielen angefangen, mit vierzehn die Liebe zum Instrument entdeckt und somit angefangen, stundenlang jeden Tag zu üben. Nach ihrem Abitur ist sie zehn Jahre lang studieren gegangen und hat vier Studiengänge belegt. „Das Studium war sehr anstrengend“, sagt sie, „man musste fünf bis acht Stunden täglich Klavierspielen und sehr viel lernen“.

 

Dies hat sie aber bewältigt und nun ist sie eine erfolgreiche Kammermusikerin. Mit 25 Jahren komponierte sie ihr erstes Stück, das sie Notturno nannte, auf das bald viele andere folgten. „Musik verbindet Menschen“, sagt sie, „und kann ein Zusammengehörigkeitsgefühl schaffen.“ Deshalb arbeitet sie zurzeit an einem Musiktheater, Romeo und Julia, das für eine Schule bestimmt ist, in der der Ausländeranteil sehr hoch ist und sozial Schwache stark vertreten sind. Die Schüler arbeiten mit Profis zusammen (Choreographen, Techniker, etc.) und kümmern sich zusammen um die Masken der Schauspieler, um das Essen, das Bühnenbild, Essen, Tanzen. „So ein Projekt gibt den Schülern ein gesunderes Selbstwertgefühl“, so hofft sie.

 

Eva ist sich dessen bewusst, dass Musiker eine große Verantwortung tragen und sie die Menschen sehr beeinflussen können. Somit komponiert sie ihre Musik sorgfältig bedacht und denkt gründlich darüber nach, wie sie was ausdrücken möchte. Sie hört jegliche Art von Musik, von Volksmusik zu Popmusik und Metall.

In der Villa Concordia fühlt sie sich als einjährige Stipendiatin sehr wohl und ist auch dankbar, dort zu sein. Bamberg findet sie wunderschön und genießt die Zeit in einer kleineren Stadt zu sein.

Uns erschien Eva sehr nett, aufgeschlossen und lebensfroh. Die Zeit mit ihr im Gespräch verging wie im Flug und sie bot uns sogar an, mal wieder vorbeizukommen, wenn wir Tipps beim Komponieren brauchen.

Einen herzlichen Dank Eva für die Bereitschaft des Gespräches und auf Wiedersehen=)