Hinweise für Eltern der 5. Jahrgangsstufe

     

  1. Als Eltern sollten Sie am schulischen Leben Ihres Kindes Anteil nehmen. Schauen Sie sich deshalb z. B. ab und zu die Hefte Ihrer Kinder an und lassen Sie sich berichten, was sie im Mathematikunterricht gelernt haben. Falls Sie sich übrigens mit einer Lösungsmethode nicht einverstanden erklären können, so werten Sie dies Ihren Kindern gegenüber bitte nicht ab und versuchen Sie nicht, ihm andere Methoden oder "Tricks" aufzuzwingen. Sie würden damit Ihr Kind nur verunsichern, ihm aber nicht helfen.
  2. Lösen Sie bitte nicht die Hausaufgaben für Ihr Kind. Wenn es notwendig erscheint, dann lösen Sie gelegentlich mit Ihrem Kind die gestellte Aufgabe, zweckmäßigerweise nach dem Vorbild einer meist bereits in der Schule gelösten, der Hausaufgabe entsprechenden Aufgabe. In der Regel genügt es jedoch, wenn Sie sich zeigen lassen, dass die (nach Hausaufgabenheft) gestellte Aufgabe ordentlich gemacht wurde.
  3. Ermutigen Sie Ihr Kind, bei allen Unklarheiten den Lehrer zu fragen. Sollten bei der Erledigung der Hausaufgaben unüberwindliche Schwierigkeiten auftauchen, sollten Sie die Anfertigung der Hausaufgabe abbrechen und dem Lehrer eine entsprechende Mitteilung im Heft oder auf einem eigenen Blatt zukommen lassen. Falls Ihr Kind regelmäßig wesentlich länger als 30 Minuten für die Hausaufgabe in Mathematik benötigt, dann sprechen Sie bitte selbst mit dem Lehrer.
  4. In der 5. Klasse haben die Schüler vier Wochenstunden Mathematik. Auch wenn die Hausaufgabe nicht auf den nächsten Tag aufgegeben wurde, sollte sie noch am gleichen Tag erledigt werden, da dann die Zusammenhänge noch frisch in Erinnerung sind. Wenn möglich, sollten die Hausaufgaben auch immer zur gleichen Zeit gemacht werden. Ihr Kind entwickelt so am ehesten einen festen Arbeitsrhythmus.
  5. Hat ein Kind längere Zeit den Unterricht versäumt, oder ist eine Schulaufgabe einmal schlechter ausgefallen, versuchen manche Eltern ihren Kindern zusätzliche Übungsaufgaben zu geben. Bitte beachten Sie, dass es nicht auf die Quantität der Aufgaben ankommt. Entscheidend ist, dass Ihr Kind die Lösung eines Aufgabentyps inhaltlich vollständig erfasst, und nicht, dass möglichst viele Aufgaben eines Typs nur formal und damit oberflächlich geübt werden.
    Wenn Sie einige Übungsaufgaben extra geben wollen, so nehmen Sie zunächst solche aus dem Buch, die Ihr Kind schon in der Schule oder als frühere Hausaufgabe gerechnet hat. Es ist schon ein großer Fortschritt, wenn das Kind in der Schule "vorgerechnete" Aufgaben selbstständig nachvollziehen kann. Die Ergebnisse können Sie mit den Ergebnissen im Heft (die unter Umständen mit Farbstift korrigiert wurden) vergleichen. Diese Methode bewährt sich als Vorbereitung auf eine Schulaufgabe. Wenn Sie eine Aufgabe stellen, die Ihr Kind noch nicht gerechnet hat, so sind wir gerne bereit, diese mit Ihrem Kind zu besprechen.
  6. Falls Sie zu Hause einen Taschenrechner haben, ist es wohl unvermeidlich, dass Ihr Kind damit "spielt" und rechnet. Achten Sie jedoch darauf, dass der Taschenrechner bei den Hausaufgaben nicht benutzt wird. Bevor die Schüler den Taschenrechner verwenden dürfen, muss ihre Fertigkeit im Kopfrechnen und im schriftlichen Rechnen soweit gesichert sein, dass sie z. B. Sinn oder Unsinn eines Taschenrechnerergebnisses durch Überschlagsrechnung im Kopf abschätzen können. (Deshalb ist der Taschenrechner offiziell erst ab der 8. Jahrgangsstufe zugelassen.) Kopfrechnen sollten Sie übrigens mit Ihrem Kind immer wieder üben.
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